currents 2019

Look Back, Projects

currents/ 2019 Festival für aktuelle Tiefkultur Elektronik, Improvisation, Klanginstallationen und interaktive Performances – Genres, die gerne als “Randbereiche der Neuen Musik” bezeichnet werden, bilden einige der lebendigsten und vielfältigsten Szenen unter Kölns freischaffenden Künstler*innen. Und bitte, was sind schon Genres und Kategorien? Sind die Übergänge nicht längst fließend? Wer kann sagen, wo das eine aufhört und das andere anfängt?

  Mit currents/ werfen wir einen schlaglichtartigen Blick auf experimentelle Konzepte und Kooperationen, auf Verbindungen zwischen Kunstsparten und Technologien, auf musikalische Grenzbereiche, lokale und internationale Künstler*Innen und Ensembles. Das Programm aus Installationen und Performances lädt zur individuellen Erkundung von neuen Klängen ein, zum Verweilen und Vernetzen mit KünstlerInnen und Akteuren der Musikszene Kölns. Fernab von Konzertsälen, Platzkarten und Abendgarderobe: wir zelebrieren Tiefkultur. Die erste Ausgabe von currents/ fand im Oktober 2019 statt w/ Ensemble Pampelmousse/ Ela Mergels/ Frank Dommert/ Julia Bünnagel/ Lucia Kilger/ Monopass/ Pascal Niggenkemper/ Steintechno/ The Sound and the Unsound/ Zo-On Slows

 
Da Neue Musik ohnehin keine Charts stürmt und sich auch für den klassischen Musik-Markt nicht gerade als Publikumsmagnet entpuppt, liegt die Vermutung nahe, dass das allgemeine Interesse an einer Veranstaltung wie currents/ eher verhalten ist – Stichwort: Tiefkultur. Das Gegenteil war der Fall: Die Konzerte und Performances waren voll und vor den interaktiven Installationen bildeten sich lange Schlangen. Hier wurde Kunst gemacht und nicht versucht mit bildungsbürgerlichem Dünkel einen Markt zu bedienen. Diese Integrität kam beim Publikum gut an, kein Wunder also, dass man hier deutlich mehr als die üblichen Szene-Gesichter antraf.

Felix Knoblauch für Hoertz24

  Fotos: Sandra Stein Impressions Video: dublab Beyond Borders Videos: Ela Mergels currents/ ist eine Veranstaltung von ON – Neue Musik Köln gefördert durch die Stadt Köln und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW und den Musikfonds