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Allgemein, Projekte

ONpaper | Workshopreihe von ON – Neue Musik Köln & inm / field notes berlin

Die COVID-19-Pandemie verändert die kulturelle Landschaft grundlegend und verschärft viele Herausforderungen, mit denen sich freischaffende Künstler*innen konfrontiert sehen. Das Publikum muss mehr als zuvor über die sozialen Medien und andere digitale Kanäle angesprochen werden und auf der virtuellen Bühne herrscht ein überregionales Angebot. Eine professionelle und zielführende Selbstdarstellung ist deshalb mehr denn je unabdingbar. Gleichzeitig hat das Konzertverbot offengelegt, wie sich prekäre Absicherung, vertragliche Fallstricke und rechtliche Grauzonen innerhalb der Freien Szene gestalten und auf Kulturproduzent*innen auswirken. Diesen Herausforderungen zu begegnen erfordert technisches, strategisches und rechtliches Wissen.

Diese Werkzeuge möchten wir Akteur*innen an die Hand geben und gleichzeitig die Möglichkeiten digitaler Formate in einer Kooperation über Stadtgrenzen hinaus ausloten. Gemeinsam bieten die inm / field notes berlin und ON – Neue Musik Köln eine Workshopreihe zu den Themen Positionierung, Kommunikation und Audience Development sowie Musik und Recht an. In mehreren Sitzungen vor und nach der Sommerpause vermitteln Expert*innen aus den jeweiligen Bereichen grundlegende Kompetenzen für die selbständige Existenz.

Die Workshops finden online via Zoom statt. Die Teilnahme ist kostenfrei, die Teilnehmeranzahl allerdings begrenzt. Daher bitten wir, nur verbindliche Anmeldungen einzusenden! Damit geht auch die Bereitschaft zu gründlicher Vorbereitung einiger Sitzungen einher. Die jeweiligen Anmeldeformulare für alle Workshops finden Sie im Programm.

Positionierung, Kommunikation & Audience Development

Di 11/05 | 16 – 18:30 Uhr
Design-Briefing – Voraussetzung für visuelle Kommunikation.

Was macht einen erfolgreichen Gestaltungsauftrag aus und wen will ich damit wie erreichen?

Design ist eine visuelle Sprache. Für den erfolgreichen Dialog durch Design ist es deswegen wichtig herauszufinden und festzuhalten, was wem kommuniziert werden soll. In ihrem Vortrag spricht Prof. Dr. Heike Sperling über die konzeptionelle Vorarbeit, auf deren Grundlage ein erfolgreicher Gestaltungsauftrag, etwa für eine Website oder eine Social-Media-Kampagne, erfolgen kann. Das sogenannte Design-Briefing definiert den Gestaltungsauftrag bevor mit ersten Skizzen und Layouts begonnen wird. Es vermittelt Gestalterinnen die Aufgabenstellung und fragt, welche Informationen durch die Gestaltung von Grafik, Foto und Text kommuniziert werden und wer überhaupt die Empfängerinnen dieser Information sind.
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Prof. Dr. Heike Sperling

Prof. Dr. Heike Sperling, die Ende der neunziger Jahre bei Bazon Brock in Ästhetik promovierte, wurde mehrfach für ihre Motion-Design-Projekte ausgezeichnet. Als Kommunikationsdesignerin und Kreativdirektorin berät sie Institutionen, Unternehmen und freie Konstellationen im Bereich Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. Seit 1998 leitet sie an der Filmakademie Baden-Württemberg den Studiengang Motion Design. 2004 berief die Robert Schumann Hochschule Heike Sperling als Professorin für Digitale Bildmedien. Sie leitet an der renommierten Düsseldorfer Musikhochschule den Masterstudiengang Klang und Realität und den Studienschwerpunkt Visual Music. 2015 wurde sie zudem in den Beirat des Center for Visual Music in Los Angeles berufen.
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zur Anmeldung bis zum 10/05

Material zur Vorbereitung des Workshops: „This is Water“ von David Foster Wallace

zum Anmeldeformular
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Di 18/05 | 15-17 Uhr
Kommunikation und PR in der zeitgenössischen Musik

Was macht einen (guten) Pressetext aus – und wofür überhaupt braucht es einen?

Wie lassen sich Presse und Personen aus der Musikindustrie mit ein paar Worten dazu bringen, eine Promo-E-Mail nicht nur zu öffnen – sondern sich tatsächlich auch mit der Musik und den Menschen dahinter zu beschäftigen? Anhand von Beispielen aus der Praxis und freiwilligen Beiträgen von den Teilnehmerinnen selbst arbeitet field notes-Redakteur Kristoffer Cornils heraus, worauf es beim Verfassen von Infotexten zu Musikerinnen und ihrer Musik ankommt.

Die Teilnehmer*innen können vorab von ihnen verfasste oder verwendete Pressetexte einzusenden. Diese werden mit ihrer Erlaubnis – ein entsprechender Vermerk sollte bei der Einsendung enthalten sein – während des Workshops innerhalb der Gruppe und vom Leiter analysiert und diskutiert oder aber, falls dies nicht gewünscht wird, nachträglich schriftlich vom Workshop-Leiter kommentiert. Die Pressetexte können vorab bis zum 14.5. an kristoffer.cornils@inm-berlin.de gesendet werden.
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Kristoffer Cornils

Kristoffer Cornils ist freier Kulturjournalist und Redakteur des Magazins field notes für zeitgenössische Musik und Jazz. Er war Redakteur bei GROOVE und Spex. Darüber hinaus ist er als Autor, Redakteur und Übersetzer für verschiedene Festivals, Kulturinstitutionen und Labels wie Pop-Kultur, das Haus der Kulturen der Welt, Hallow Ground und Karaoke Kalk aktiv.
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zur Anmeldung bis zum 14/05


Mi 26/05 | 9-13 Uhr
Website-Gestaltung für Künstler*innen

Schritt für Schritt zur eigenen Website

Die Präsentation künstlerischer Arbeit auf einer Website ist gegenwärtig unabdingbar. Doch wie beginnt man und was muss bei der Online-Präsentation künstlerischer Arbeit beachtet werden? Wie kann eine bestehende Website verändert werden? Welche Services können in Anspruch genommen werden und wozu dienen sie? Im Workshop „Webdesign. Website-Gestaltung für Künstlerinnen“ mit Johanna Keimeyer lernen die Teilnehmerinnen erste Schritte beim Aufbau einer neuen Website auf Grundlage des Website-Baukastensystems von Squarespace in Verbindung mit einem Webshop, AGBs, Datenschutz, Impressum, der Registrierung einer Domain sowie der Verknüpfung mit verschiedenen Social-Media-Kanälen.

Neben Fragen zum Content (Was ist Zweck der Website? Wie soll sie genutzt werden?) gibt der Workshop Einblicke in die Themenfelder Search Engine Optimization (SEO und Google Analytics) und Responsive Webdesign, informiert über rechtliche Pflichten für Websites (Impressum) sowie die Vor- und Nachteile einer eigens kreierten Website gegenüber Full-Service-Anbietern. Anhand von Fallbeispielen wird über die Website-Gestaltung mit einem Baukastensystem hinausgehend auch ein Überblick über alternative Möglichkeiten (WordPress, HTML/CSS oder Wix) samt einer Kostenkalkulation pro Jahr geboten.
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Johanna Keimeyer

Johanna Keimeyer studierte Design und Digitale Medien an der Universität der Künste Berlin, der Tama Art University, der Rhode Island School of Design und dem MIT Media Lab in Boston. Als Multimediakünstlerin kreiert sie interdisziplinär immersive Erlebnisse. Dies erreicht sie in Form von großformatigen Kunstinstallationen, die Architektur mithilfe von Video, Licht, Objekten, Duft und Ton transformieren. Johanna Keimeyer ist außerdem als Dozentin für Digitale Medien unter anderem an der HTW Berlin und UdK Berlin tätig.
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zur Anmeldung bis zum 21/05

Benötigte Unterlagen zur Vorbereitung auf dem Workshop:
Voraussetzung zur Teilnahme an dem Workshop ist, dass Fotos und Texte, die den Inhalt Eurer Website bestimmen sollen, zum Workshop vorliegen.
Dazu können zählen:

  • Fotos Eurer Projekte, geordnet und gesammelt (je mehr Struktur, desto besser)
  • alle Fotos bereits in 72 dpi (Webformat) abgespeichert
  • alle Titel und Texte, die Ihr veröffentlichen möchtet, liegen fertig ausformuliert parat
  • ein Portraitfoto/Ensemblefoto, einen kurzen Text über Euch oder Euer Ensemble
  • ggf. Euer CV und Portfolio als PDF, um diesen als PDF-Download auf die Website zu stellen

Gern kann bereits ein gewünschtes Template aus den Homepage-Baukasten von Squarespace (unter diesem Link zu finden: https://de.squarespace.com/vorlagen) ausgewählt werden.

Inspiration und Positionierung:

  • Sucht Euch fünf Eurer Lieblingswebseiten, die Euch hinsichtlich Struktur, Layout,
    Benutzerfreundlichkeit etc. als Vorbild dienen heraus
  • Wer sind Eure Zielgruppen? / Was sind die Alleinstellungsmerkmale?

zum Anmeldeformular

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Aufgrund eines Krankheitsfalles muss der Workshop am 07/06 leider verschoben werden. Wir wünschen Johanna Keimeyer schnelle Genesung! Weitere Informationen in Kürze.

Mo 07/06 | 9-13 Uhr
Verteileraufbau, Newsletter und Einladungsmanagement

Wie baue ich als Künstler*in ein Netzwerk auf und auf welche Art kann ich es am besten erreichen?

Wie verwalte ich meine Kontakte? Welche Tools und Tags stehen mir zur Verfügung, um Newsletter- und Event-E-Mails für Besucher*innen und Presse organisiert und zeitsparend herauszuschicken? Der Workshop „E-Mail-Marketing: Verteileraufbau, Newsletter und Einladungsmanagement“ mit Johanna Keimeyer vermittelt professionelles Wissen rund um das Thema E-Mail-Marketing.

Neben der Erstellung von Kontaktlisten mit Google Spreadsheets und deren Verknüpfung mit verschiedenen E-Mail-Programmen lernen die Teilnehmerinnen, wie Kontaktlisten verschiedener Programme exportiert, priorisiert und in verschiedenen Gruppen sortiert werden können. Außerdem wird ein Vergleich verschiedener Newsletter-Programme wie Mailchimp oder Campaign Monitor sowie kostenloser Plugins geboten. Ziel des Workshops ist es, mit den Teilnehmerinnen Arbeitsabläufe zu erarbeiten, die ein an ihre Bedürfnisse angepasstes E-Mail-Marketing, zum Beispiel den regelmäßigen Versand eines Newsletters an kategorisierte Kontakte, ermöglichen.
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Johanna Keimeyer

Johanna Keimeyer studierte Design und Digitale Medien an der Universität der Künste Berlin, der Tama Art University, der Rhode Island School of Design und dem MIT Media Lab in Boston. Als Multimediakünstlerin kreiert sie interdisziplinär immersive Erlebnisse. Dies erreicht sie in Form von großformatigen Kunstinstallationen, die Architektur mithilfe von Video, Licht, Objekten, Duft und Ton transformieren. Johanna Keimeyer ist außerdem als Dozentin für Digitale Medien unter anderem an der HTW Berlin und UdK Berlin tätig.
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zur Anmeldung bis zum 03/06

Benötigte Unterlagen zur Vorbereitung auf dem Workshop:

  • Bitte habt Eure Kontakte in einem Google Spreadsheet digital vorliegen, um die verschiedenen Tools direkt anwenden zu können.
  • Bitte erstellt ein Konto bei https://app.contactsplus.com/login
  • und ladet die App auf ein Smartphone (für Android und iOS möglich)
  • Ein Gmail-Konto wäre, wenn möglich, vorteilhaft
    Der Workshop findet in deutscher Sprache via Zoom statt. Die Teilnahme ist kostenfrei.

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Mi 16/06 | 15-17 Uhr
Potenziale von Social Media für die Freie Szene

Grundlagen - Entwicklung von Narrativen - Auswertung

Gerade für die Freie Szene ist Social-Media-Arbeit heutzutage wichtiger denn je. Ihre Potenziale werden jedoch leider von ihren Akteurinnen oftmals noch nicht ideal genutzt. Der Workshop mit Fillipp Vingerhoets soll neben einem kurzen Überblick über die Grundlagen und zur Verfügung stehenden Tools auch konkrete Möglichkeiten der Analyse und Auswertung, die Potenziale verschiedener sozialer Netzwerke im Hinblick auf den Nutzen für Künstlerinnen der Freien Szene experimenteller und zeitgenössischer Musik aufzeigen und die Teilnehmer*innen darin unterstützen, innerhalb der Strukturen dieser Netzwerke starke Narrative zu entwickeln.

Im Anschluss an den Workshop können die Teilnehmer*innen eine kostenlose (persönliche) Beratungsstunde auf Basis ihrer aktuellen Social-Media-Arbeit in Anspruch nehmen und dabei gemeinsam mit dem Workshop-Leiter die bestehenden Profile entweder weiterentwickeln oder sogar neue Profile anlegen.

Smartphone und Zugang zu Facebook & Instagram sind für die Teilnahme am Workshop erwünscht.
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Fillipp Vingerhoets

Fillipp Vingerhoets ist Gründer des Labels bohemian drips und Booker im Berliner Kulturdachgarten Klunkerkranich. Seit 2021 betreut er die Social-Media-Kanäle der inm Berlin / field notes und ist für das Content Management zuständig. Freiberuflich betreut Vingerhoets mehrere Festivals und Musiker*innen im Bereich Social Media.
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zur Anmeldung bis zum 11/06


Mi 23/06 | 14 Uhr
Audience Development from Principle to Practice for the Public of Contemporary Music

Who Attends or Does Not Attend Contemporary Music Events and Activities?

Wer besucht bzw. besucht nicht die Veranstaltungen im Bereich der zeitgenössischen Musik? Was sind unsere Strategien, um dieses Publikum zu erweitern und zu diversifizieren?
Der Begriff Publikumsentwicklung wird häufig im Zusammenhang mit kulturellen Strategien verwendet. Aber was bedeutet dieser Begiff und welche Bedeutung hat er für die zeitgenössische Musik? Dieser Workshop mit Jonathan Goodacre befasst sich mit den Theorien und Praktiken des Audience Development. Neben der Präsentation von methodischen Modellen und Fallstudien wird auch es auch den Raum für Diskussion und Debatte.
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Jonathan Goodacre (workshop in englisch)

Jonathan Goodacre ist Senior Consultant bei The Audience Agency, die in Großbritannien ansässig und international tätig ist. Zu seinen aktuellen Projekten gehören etwa die Evaluierung von Galway 2020 Europäische Kulturhauptstadt oder des British Council Digital Collaboration Global Project. Er ist Teil des European Capitals of Culture Academy Camps und ein pädagogisches Teammitglied des European Diploma in Cultural Project Management.
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zur Anmeldung bis zum 21/06

Musik und Recht

Nach der Sommerpause führt Prof. Clemens Pustejovsky in vier Sitzungen in folgende Themen ein:

Vertragsrecht vs. Realität – für schlechte Zeiten?       

  • Vertragsänderungen, Ausfallhonorare, Fristen
  • Verhandlungsführung
  • Für Künstler*innen und Veranstalter*innen


Versicherung und KSK – The Safety Net

  • Sozialversicherung und Altersvorsorge
  • Berufsunfähigkeit als Künstler*in
  • Versicherungen für Veranstalter*innen


Urheberrecht – Wer hat (das) Recht?

  • Kooperative Arbeitsprozesse und Urheberrecht
  • Lizenzverträge
  • Urheberrecht im digitalen Kontext
  • Field Recordings und Persönlichkeitsrechte


Steuerrecht

  • Grundzüge der Einkommensbesteuerung
  • Besteuerung internationaler Engagements
  • Gemeinnützigkeitsrecht

Weitere Informationen und Termine werden in Kürze bekanntgegeben.