SPARK – Festival für aktuelles Musiktheater

Allgemein
SPARK — Festival für aktuelles Musiktheater

Ein Festival für aktuelles Musiktheater vom 07–10/04 2022

Für ein Genre, das die unterschiedlichen Sparten – Musik, Theater, Tanz, Literatur und Bildende Kunst – auf Augenhöhe vereint und sich durch kollektives, transdisziplinäres Arbeiten, experimentelle Ansätze, Risikobereitschaft, radikales Denken und Aktualitätsbezogenheit auszeichnet. Für ein Genre, das unendlich schillernd, sinnlich und farbig ist, das berühren und verstören, das gesellschaftlich relevante Themen anstoßen, und den Fokus auf politische Brennpunkte legen kann. Für ein Genre, das es verdient auch in Köln adäquate Plattformen für die freie Szene zu finden, die neben dem Opernbetrieb existieren, die es wahrnehmbar machen für ein potentielles, diverses Publikum, das sich entzünden und begeistern lassen kann und wird!

Let’s SPARK!
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VORGLÜHEN #2 – Musiktheater als interdisziplinärer Denkraum

Moderne Industrie- und Dienstleistungsgesellschaften organisieren alle Bereiche des Lebens arbeitsteilig. Professionalisierung, Spezialisierung, Effizienzsteigerung und Institutionalisierung bestimmen seit 250 Jahren auch die klassizistische Einteilung der Kunst in die Künste: Musik, Theater, Tanz, Bildende Kunst, Literatur, Architektur und Film mit jeweils anderen Ausbildungswegen, Förderungen, Orten, Diskursen sowie verschiedenen Gattungen, Formen, Materialien, Medien, Produktions- und Präsentationsweisen. Neben der zentrifugalen Wirkung durch Abgrenzung und Individualisierung entfaltet künstlerische Praxis auch zentripetale Gegenkräfte, um Separiertes, Zersplittertes, Analysiertes und Klassifiziertes wieder zu etwas Neuem, Eigenem, Gesamten zu synthetisieren, wie einst etwa die Romantik oder die Fluxus-Bewegung der 1960er Jahre.
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Zwei Impulsreferate und Diskussionsrunden von und mit Künstlerinnen und Künstlern aus den Bereichen Konzert, Oper, Theater, Tanz und Intermedia _ Moderation Prof. Dr. Rainer Nonnenmann

Sonntag 21/11 15-18 Uhr
Alte Feuerwache Köln

15 Uhr | Genreübergreifendes Kunstschaffen – Kunst, Gesellschaft, Mix oder Murks?

Christina C. Messner (Komponistin, Geigerin, Performerin, Initiatorin und künstlerische Leiterin von SPARK! – Köln)
Margo Zālīte (Theater- und Opernregisseurin, Kulturmanagerin – Lettland/Essen)
Kobie van Rensburg (Tenor, Interpret von Barockopern, Opernregisseur, Gründer des Early Music Forum Africa und Leiter von UMCULO Opera Incubator – Johannesburg/Krefeld)

 
16 Uhr | Vorglühen

17 Uhr | Multi-, Inter- und Transmedialität – Alte Konflikte, neue Symbiosen?

Britta Lieberknecht (Tänzerin, Choreographin, Zeichnerin – Köln)
Barbara Streil (Violinistin, Regisseurin, Entwicklerin des Konzeptes PERFOR Musik – Basel/Köln)
Annesley Black (Komponistin, Elektronische- und Intermediale Arbeiten, Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt. – Ottawa/Frankfurt)

 
Herzliche Einladung zum Mitdenken und Diskutieren am 21/11!


 
Eindrücke vom Vorglühen #1 am 07/10 in der Alten Feuerwache

Fotos (c) Nina Gschlössl

 

Bei schönstem Oktoberwetter konnten wir uns beim ersten Vorglühen auf das SPARK – Festival für aktuelles Musiktheater einstimmen.

Interstellar 227 (Dorrit Bauerecker, Barbara Schachtner), Ramon Gardella, M20 – Raum für junge Künstler*innen (Britta Tekotte, Constantin Leonhard), Manon Blanc-Delsalle, Simon Rummel, Ketonge, das Monochord Consort Coeln (Akiko Ahrendt, Annegret Mayer-Lindenberg, Elisa Kühnl) und Margo Zālīte konnten in Minitur-Musiktheater-Performances die schillernde Vielfalt des Formats wachrufen. VIELEN DANK!